


Der Obelisco Flaminio, der genau in der Mitte der berühmten Piazza del Popolo steht, ist einer der bedeutendsten Obelisken der Stadt und der erste, der von Ägypten nach Rom gebracht wurde. Das Unterfangen war von solcher Großartigkeit, dass sogar das Schiff, mit dem er transportiert wurde, jahrelang der Öffentlichkeit ausgestellt war.
Es wurde um 1300 v. Chr. für den Tempel des Sonnengottes oder Ra-Tempel in Heliopolis in Ägypten geschaffen, ist 25,90 Meter hoch und erreicht zusammen mit dem Sockel und dem Kreuz eine Höhe von 36,50 Metern. Es wurde aus einem einzigen Block roten Granits gehauen, und seine Seiten wurden auf Befehl der Pharaonen Sethos I. und seines Sohnes Ramses II. mit Hieroglyphen verziert.
Im Jahr 10 v. Chr. wurde er zusammen mit dem Obelisco Campense, der sich auf der Piazza di Monte Citorio befindet, auf der Spina des Circus Maximus aufgestellt, um an die Eroberung Ägyptens durch Octavian Augustus zu erinnern. Drei Jahrhunderte später folgte der Lateran-Obelisk.
Im 4. Jahrhundert stand er noch, doch danach geriet er für etwa ein Jahrtausend in Vergessenheit. Im 16. Jahrhundert wurden einige Fragmente gefunden, doch erst während des Pontifikats von Papst Sixtus V. wurde eine ernsthafte Forschungs- und Ausgrabungskampagne zu seiner Bergung in Angriff genommen.
Nach dem erfolglosen Versuch, den Obelisken dem Abt von San Paolo fuori le Mura zu überlassen, damit dieser die Basilika schmücken könne, und dem gescheiterten Vorhaben, ihn zur Verschönerung der Basilika Santa Croce in Gerusalemme zu verwenden, wurde die Piazza del Popolo als Standort ausgewählt, wo er 1589 aufgestellt wurde.
Die Aufstellung an diesem Ort sollte die große Bedeutung des Platzes unterstreichen, der einen monumentalen Zugang zur Stadt vom Norden her bildete, kurz nachdem Papst Sixtus V. per Bulle festgelegt hatte, dass die Basilika Santa Maria del Popolo als eine der „sieben Kirchen“ gelten sollte, die Pilger in Rom besuchen mussten, anstelle der Basilika San Sebastiano fuori le Mura, die als zu abgelegen galt.
Bis 1589 war der von Papst Gregor XIII. in Auftrag gegebene Brunnen die einzige Zierde des Platzes. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr der Platz verschiedene Veränderungen und erhielt erst um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert sein heutiges Erscheinungsbild. Infolgedessen änderte sich auch die Anordnung des Obelisken: Im Jahr 1823 versah ihn der große Architekt Giuseppe Valadier auf Geheiß von Papst Leo XII. mit einem erhöhten Sockel, an dessen Fuß die löwenförmigen Brunnen im ägyptischen Stil hinzugefügt wurden.
Heute bildet er den krönenden Abschluss der drei Straßen, die von Süden her auf den Platz zulaufen – das sogenannte „Tridente“ –, und die Gesamtgestaltung zählt zu den prächtigsten Aufstellungen eines Obelisken weltweit.
Foto: Redaktion Turismo Roma
Piazza del Popolo

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The Lateran Obelisk

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Der Circus Maximus

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