

Der Komplex des Palazzo dei Filippini besteht aus dem Kloster und dem Oratorium und erstreckt sich über einen weitläufigen Häuserblock zwischen der Piazza della Chiesa Nuova, der Via dei Filippini, der Piazza dell’Orologio, der Via del Governo Vecchio und der Via della Chiesa Nuova. Der Entwurf stammt von Borromini, der 1637 den von der Kongregation vom Oratorium des heiligen Philipp Neri ausgeschriebenen Wettbewerb für den Bau der neuen Gebäude gewann.
Das Kloster weist drei viergeschossige Ziegelfassaden mit rechteckigen Fenstern in einfacher Rahmenausführung auf. Die Schlichtheit und Strenge des Gebäudes werden lediglich durch den Uhrturm unterbrochen, der von einer eleganten Eisenverzierung gekrönt wird. Das ursprüngliche Uhrwerk aus dem Jahr 1649 befindet sich heute im Museo di Roma im Palazzo Braschi.
Das Oratorium unterscheidet sich deutlich von den schlichten Linien des Klosters und gilt als eines der Meisterwerke der Barockkunst. Die vollständig aus Ziegelsteinen errichtete Fassade ist vom menschlichen Körper mit ausgebreiteten Armen inspiriert, als wolle sie die Gläubigen umarmen. Die geschwungene Fläche ist in zwei Ordnungen unterteilt, die durch Lisenen mit korinthischen Kapitellen getrennt sind, die wiederum durch ein breites Gesims voneinander abgegrenzt werden. Im ersten Ordnungsabschnitt ist der mittlere Teil konvex; die Tür wird von einem Giebel überragt, während sich an den Seiten Nischenfenster befinden. Der zweite Ordnungsbereich weist einen konkaven Mittelteil auf, in dem sich ein Fenster mit Balkon öffnet, das von einem Kassettenbogen überragt wird, in dessen Mitte sich die Taube des Heiligen Geistes befindet. Die Fassade wird von einem gemischten Giebel gekrönt.
Der Innenraum des Oratoriums, der heute „Sala Borromini“ heißt und als Veranstaltungsort für Konferenzen und öffentliche Debatten dient, wird durch Säulen mit ionischen Kapitellen und eine zweite Säulenreihe mit kleinen Säulen gegliedert; an den kurzen Seiten befinden sich zwei Loggien.
Im Obergeschoss des Komplexes befindet sich die Biblioteca Vallicelliana.
Piazza dell'Orologio

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Seven different point of views to read Rome: the historical libraries

The history of Rome seen through its libraries
Kirche Santa Maria in Vallicella (Chiesa Nuova) und stanze di San Filippo Neri

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Museo di Roma - Palazzo Braschi

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Informationen
Visit to the Borromini Hall:
Visits can be made with staff from the Vallicelliana library or with your own guide
by sending email to b-vall.didattica@beniculturali.it (indicating the preferred days of the visit, generally in the morning)
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Location
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