
Auch wenn der Uhrturm nicht zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Roms zählt, ist er doch das, was man als „Landmark“ bezeichnet, also ein visueller und landschaftlicher Orientierungspunkt der Stadt im weiteren Sinne. Es ist kein Zufall, dass die große zentrale Uhr, die die Fassade dominiert, schließlich dem eindrucksvollen Platz im Rione Ponte, auf den sie blickt, seinen Namen gegeben hat – ursprünglich hieß dieser „Piazza dei Rigattieri“ und „Piazza di Monte Giordano“.
Der Turm wurde unter der Leitung von Borromini zwischen 1647 und 1649 entworfen und erbaut und schmückt eine Ecke des Klosters der Filippini-Pater. Zusammen mit dem Oratorium und der Kirche Santa Maria in Vallicella war das Kloster Teil des Komplexes, der als Sitz des von Heiligen Philipp Neri in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gegründeten Ordens diente. Der Turm durchbricht die Schlichtheit und Strenge des darunterliegenden Gebäudes und bricht dessen architektonische Gleichförmigkeit. Er zeichnet sich nämlich durch konkave und konvexe Flächen und Linien im typischen Borromini-Stil aus und wird von einem Turm mit eisernen Voluten gekrönt, der die Glocken trägt und an einen Glockenturm erinnert. Er wird von zwei Gedenksteinen mit 24-zackigen heraldischen Sternen aus Bronze flankiert, während unter dem Zifferblatt der Uhr ein prächtiges Mosaik das Gesamtbild bereichert. Es stellt die „Madonna della Vallicella“ dar und wurde von Pietro da Cortona entworfen.
Das Original der Uhr wird im Museo di Roma im Palazzo Braschi aufbewahrt. Der Teil des Palazzo dei Filippini, der zur Piazza hin liegt, beherbergt heute die Casa delle Letterature und das Italienische Historische Institut für das Mittelalter.
Piazza dell'Orologio

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Kirche Santa Maria in Vallicella (Chiesa Nuova) und stanze di San Filippo Neri

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Die Biblioteca Vallicelliana

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Palazzo dei Filippini (Convento and Oratorio dei Filippini)

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Die Platze Navona

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Einer der spektakulärsten Stadtkomplexe des barocken Roms.
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