
Der 2013 eröffnete und seit 2016 zum Naturschutzgebiet Monte Mario gehörende Parco di Monte Ciocci ist einer der „jüngsten“ Parks der Stadt: eine weitläufige Grünfläche zwischen dem Vatikan und dem Stadtteil Monte Mario, einem Hügel, von dem aus man einen außergewöhnlichen Ausblick auf fast ganz Rom und insbesondere auf den Petersdom genießt.
Der Ortsname „Ciocci“ leitet sich einigen Quellen zufolge von Papst Julius III. ab, mit bürgerlichem Namen Giovanni Maria Ciocchi del Monte, dem Eigentümer der Villa aus dem 16. Jahrhundert, die möglicherweise von Baldassarre Peruzzi für seinen Freund, den Humanisten Blosio Palladio, erbaut wurde und von der heute nur noch ein im neugotischen Stil umgebauter Turm, der „Torre della luna“, erhalten ist. Anderen Quellen zufolge soll der Name des Hügels hingegen mit dem Vertrauensarchitekten von Papst Pius IX., Francesco Ciocci, in Verbindung stehen. Aus dem späten 19. Jahrhundert stammen die beiden alten „Kasematten“ im Südosten des Parks, die Teil der Befestigungsanlage des „Campo Trincerato“ von Rom waren. In den 1970er Jahren wurde der Hügel von armseligen Baracken von Obdachlosen und Arbeitern besetzt. Auch aus diesem Grund wählte Ettore Scola ihn als Drehort für den Film „Die Schmutzigen, die Häßlichen und die Gemeinen“ mit Nino Manfredi.
Die unberührte Natur, die Wiesen und die Eukalyptusbäume, die in den 1930er Jahren gepflanzt wurden, um den sehr steilen Boden zu entwässern, gehören zu den Highlights des Parks – neben der Panoramaterrasse natürlich, von der aus man einen herrlichen Blick auf den „Cupolone“ hat und an schönen Tagen im Hintergrund sogar die Berge des Latiums erkennen kann. Der Park wird von einem Rad- und Fußgängerweg (auch „Parco Lineare“ genannt) durchquert, der dem alten Verlauf der Eisenbahnstrecke Rom-Viterbo folgt und an fünf Bahnhöfen vorbeiführt (Valle Aurelia, Appiano, Balduina, Gemelli und Monte Mario): etwa 8 Kilometer von Monte Mario bis zur Passeggiata del Gelsomino und nach San Pietro, vorbei am Viadukt „Viadotto delle Fornaci“ und durch den historischen Tunnel der Villa Alberici.
Foto turismoroma
Naturschutzgebiet Monte Mario

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