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Die "Dolce Vita"

La Dolce Vita - Cineteca di Bologna Reporters Associati e Archivi

Zwischen Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre erlebt Italien sein Wirtschaftswunder und seinen Boom. Radio und Fernsehen hielten Einzug in die Häuser der Italiener, während Autos, Vespas und Lambrettas ihre Rhythmen und Gewohnheiten veränderten. Der Fiat 500, Fiat 600 und Giulietta wurden zu Statussymbolen einer Ära.

Das goldene Zeitalter ist geprägt von Luxus und Glamour: Kleider aus den größten Modehäusern schmücken zusammen mit kostbarem Schmuck die Outfits der Damen des internationalen Jet-Sets.
Rom explodiert vor Lebenslust, Schönheit, Unterhaltung und verwandelt sich in das "Hollywood am Tiber". In den Studios von Cinecittà werden neben italienischen Filmen auch große ausländische Filme gedreht, da die Kosten günstiger als in Amerika sind. Die weitläufige Via Vittorio Veneto wird mit ihren Cafés und Luxushotels zum "Wohnzimmer" der Welt, in dem sich die Prominenz trifft.

Ein neuer Lebensstil war geboren: der der Neureichen, der Künstler, Regisseure, Schauspieler und vor allem der Skandalfotografen. Sie wurden zu unbestrittenen Ikonen des Roms, das nach dem Erscheinen von Federico Fellinis Film La Dolce Vita als Paparazzi bezeichnet wurde - ein Wort, das in die kollektive Vorstellung einging und heute allgemein verwendet wird.
Rino Barillari, Tazio Secchiaroli, Marcello Geppetti und ihre Kollegen waren als echte Fotografen auf der Jagd nach der Titelgeschichte. Sie sind diejenigen, die der Öffentlichkeit die überwältigende Leidenschaft zwischen Liz Taylor und Richard Burton, die beide verheiratet waren, oder die turbulente zwischen dem italienischen Schauspieler Walter Chiari und dem prächtigen amerikanischen Star Ava Gardner enthüllen, oder die versuchen, ein Bild der berühmten Playboys der Zeit, Gigi Rizzi und Pier Luigi Torri, die die faszinierendsten und umworbensten Diven begleiten, einzufangen.

Bezeichnend sind die gestohlenen Fotos, die einen großen Skandal auslösten und sogar eine gerichtliche Verfolgung nach sich zogen, von dem berühmten improvisierten Striptease der türkisch-armenischen Tänzerin Aïché Nana, einem Symbol jener Jahre und Inspirationsquelle für eine berühmte Szene in La Dolce Vita von Federico Fellini.

Der Film La Dolce Vita (1960) ist ein bittersüßes Porträt jener Jahre, die eine Ära markierten. Es ist ein Fresko der verschiedenen sozioökonomischen Realitäten, die in der Hauptstadt koexistierten. Die Hauptfigur, Marcello, ein aufstrebender Schriftsteller, gespielt vom gutaussehenden Marcello Mastroianni, arbeitet für eine Boulevardzeitung und steht jede Nacht vor den Clubs in der Via Veneto auf der Suche nach Klatsch und Tratsch oder gestohlenen Fotos von Berühmtheiten. Die unvergessliche Szene des Bades im Trevi-Brunnen der wohlgeformten Anita Ekberg, die Sylvia spielt, eine amerikanische Diva, die nach Rom gekommen ist, um einen Film zu drehen, ist ein unauslöschliches Zeugnis des Lebensgefühls in seiner ganzen zerrüttenden Kraft.

Das lebendige intellektuelle Milieu Roms verschmäht auch die weltliche Seite nicht. Feste, Ausstellungen, Salons, Terrassen und Clubs im historischen Zentrum, wie z.B. auf der Piazza del Popolo, sind die bevorzugten Treffpunkte von Künstlern, Philosophen und Schriftstellern. Unter ihnen befanden sich Alberto Moravia, Pier Paolo Pasolini, Alberto Arbasino, Goffredo Parise, die Poeti Novissimi, die Künstler mit ihren Gedichten präsentierten. Es gab auch die "neo-avantgardistischen" Schriftsteller der Gruppo 63 wie Nanni Balestrini und Umberto Eco, Journalisten und Schriftsteller wie Ennio Flaiano, Vittorio Veltroni und Lello Bersani, während in den nahen Kunstgalerien Künstler wie Renato Guttuso, Mario Schifano, Tano Festa, Franco Angeli und Giosetta Fioroni ausstellten.

Der Ausdruck "Dolce Vita" bezeichnet bis heute ein unbeschwertes, den weltlichen Vergnügungen zugewandtes Leben und hat Eingang in den Wortschatz der ganzen Welt gefunden.

Lady Gaga, die berühmte und eklektische italienisch-amerikanische Singer-Songwriterin, widmete einen berühmten Song mit dem Titel Paparazzi den Fotografen von damals.

Für das Foto danken wir der Cineteca di Bologna Reporters Associati and Archives.

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