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Griechische Orte in Rom

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Via della Greca, Via dei Greci und Antico Caffè Greco: drei eindrucksvolle römische Orte die bereits im Namen das Bestehen von Beziehungen zwischen zwei Kulturen bezeugen. Das erste Toponym, die Straße, befindet sich im Stadtviertel Ripa, in der Nähe des Tibers, nur einen Katzensprung vom Circus Maximus entfernt. Es erinnert daran, dass in dieser Gegend eine als „Schola Greca“ bekannte Gemeinde griechischer Exilanten, die vor den ikonoklastischen Verfolgungen unter Leo III der Isaurier geflohen waren, gebildet wurde. Die ankommenden Flüchtlinge waren so viel, dass das gesamte entsprechende Tiber-Ufer „Ripa Greca“ (Griechisches Ufer) genannt wurde. Der Hauptzweck der „Scholae“ bestand darin, den Pilgern ihrer eigenen Nation Gastfreundschaft zu bieten; es handelte sich von Wohnvierteln, die von bewaffneten Gruppen geschützt wurden.

Weiter am Ende der Straße erreicht man die Piazza Bocca della Verità, das ehemalige Forum Boarium (Rindermarkt), das im antiken Rom als Markt für den Viehhandel diente. Rechst befindet sich die Kirche Santa Maria in Cosmedin. Die Kirche wurde im 6. Jh. auf den Ruinen des großen Herkulesaltars errichtet und integrierte sogar einige Teile dessen Arkadenhalle. Die Kultstätte wurde von den Griechen verwendet, die den Verfolgungen von Konstantin V. Kopronymos (774-780) entkommen waren. Sie wiesen der Kirche aufgrund ihrer prächtigen Innendekoration die Bezeichnung Kosmidion (geschmückt) zu, und trugen zum Wachstum der am nahen Tiberhafen tätigen griechischen Gemeinde bei. Neben dem Beinamen Kosmidion, ein weiteres Kennzeichnen griechischer Spuren ist eine Marmorhand bei griechischem Handsegen (wobei Daumen und Ringfinger der rechten Hand sich berühren), die am Architrav der Kirche beobachtet werden kann. Der romanische siebengeschossige Glockenturm, durch Biforien und Triforien geschmückt, gehört zu den elegantesten der Stadt.

In der Vorhalle der Kirche, auf der linken Seite befindet sich der berühmte Mund der Wahrheit (Bocca della Verità), der hier seit 1632 aufgestellt ist: eine große Steinmaske, die als Abdeckung eines Kanals der Cloaca Maxima diente und das Aussehen einer Flussgottheit hat. Die Maske ist mit einer bekannten mittelalterlichen Legende verbunden: Lügnern die ihre Hand in den Mund stecken, wird sie sofort abgebissen. So fühlt man sich sofort an die berühmte Szene aus dem Film „Ein Herz und eine Krone“ erinnert, als Gregory Peck vorgibt, seine Hand im Mund zu verlieren.

Das faszinierende und ebenso strenge Innere der Kirche hat drei Schiffe und zeigt die Struktur des aus dem 8. Jh. Bauwerks mit Erweiterungen aus dem 12. Jh.. Es ist durch Pilaster und achtzehn römische Säulen mit antiken und mittelalterlichen Kapitellen unterteilt. Das Presbyterium bewahrt einen schönen gotischen Baldachin (1294) und einen aus einem alten Stuck Rotgranit gebildeten Altar (1123). Der wunderschöne Fußboden wurde von den Kosmaten (römische Marmordekorateuren) gestaltet.  In der Sakristei wird das Fragment eines aus Sankt Peter stammenden feinen Mosaiks mit goldenem Hintergrund aufbewahrt (Anfang des 8. Jh.s), das die Offenbarung darstellt. Man kann sich dem Sakristan zuwenden, um die über den Fundamenten der heidnischen Halle errichtete Krypta zu besuchen.

Der Kirche Santa Maria in Cosmedin gegenüber, befinden sich auf einer grünen Fläche die beiden Tempel von Portunus, normalerweise Tempel der Fortuna Virilis genannt, und von Herkules.

Man geht dann zum Stadtviertel Campo Marzio weiter, bis zur Via dei Greci. Die Via dei Greci verbindet die Via del Corso mit der Via del Babuino. Hier wurde im Januar 1576 von Papst Gregor XIII. das Collegio Greco (Griechische Kolleg) „pro Graecis ex Grascia et ex aliis provincia ubi reperiuntur“ gegründet, um den jungen Seminaristen eine Ausbildung zu geben, denn sie wegen des Falls Konstantinopels und des Zusammenbruchs des Byzantinischen Reiches ihre Schulen hatten verlassen müssen.

Tatsächlich hoffte der Papst, die Christen, die im Osten verstreut waren, als Mitglieder in der katholischen Kirche zurückzugewinnen. Die Erlaubnis zur Ausübung des alten griechischen Ritus diente als Zeichen der Vereinigung zwischen den griechischen und lateinischen Kirchen. Das Kolleg wurde von vier Kardinälen angeführt. Eine 1580 nach Entwurf von Giacomo della Porta errichtete Kirche wurde mit dem Kolleg verbunden. Die Kirchweihe fand am 2. Mai 1583, genau am Tag des Heiligen Athanasius statt, dem die Kirche geweiht ist und der auch Schutzpatron des Kollegs ist. Gemäß dem griechischen Ritus wurde die erste Messe vom Papst vorgelesen. Das Kolleg und die Kirche wurden durch einen erhöhten Fußweg oberhalb der Via die Greci angeschlossen.

Auf der Mauerwerk-Fassade mit Tympanon wurden Marmorplatten mit Widmungsinschriften auf Lateinisch und Griechisch gesetzt. Charakteristisch sind die beiden Glockentürme, die denen von der Kirche Santissima Trinità dei Monti ähneln: sie bestehen aus Loggien, die von Tympanons überragt und mit korinthischen Kapitellen geschmückt werden. Unterhalb des linken Glockenturms befindet sich eine Uhr, die 1771 Papst Clemens XIV. gestiftet hat. Der Innenraum wird von einem ziemlich kurzen Kirchenschiff gebildet, an dessen Seiten sich zwei tief eingelassene Kapellen befinden. Die Kapellen verbinden den Körper des Bauwerks mit seinen drei hervorstehenden halbkreisförmigen Apsiden. Es handelt sich um eine Trikonchenanordnung, die in der Architektur römischer Kirchen selten erscheint aber im Osten weit verbreitet ist.

Derzeit bietet das Collegio Greco Unterkunft für Seminaristen aus der ganzen Welt. Die Kirche ist jeden Sonntag um 10.30 Uhr für den gemäß dem griechischen byzantinischen Ritus Gottesdienst geöffnet. Am 2. Mai wird mit vorzüglicher Feierlichkeit den Tag des Hl. Athanasius gefeiert.

Unser Spaziergang kann mit einem angenehmen Besuch und der Verkostung eines hervorragenden Espresso beim alten Caffè Greco, in der für ihre Luxusgeschäfte berühmten und eleganten Via dei Condotti, abgeschlossen werden. Das Café befindet sich in der Nähe von Piazza di Spagna und gilt als eines der ältesten in der Stadt. Es wurde 1760 von Nicola di Maddalena, einem levantinischen Kaffeehändler eröffnet und verdankt seinen Namen der griechischen Abstammung seines Gründers. Sicherlich kann das Café sich rühmen, im Laufe der langen Zeit die Atmosphäre der Vergangenheit intakt aufbewahrt zu haben, denn Räume und Einrichtung kaum Veränderungen erfahren haben.

Während des 19. Jh. war das Caffè Greco aufgrund seiner idealen Lage in der Nähe von den Spanischen Treppen, kultureller Treffpunkt vieler internationaler Künstler, Intellektuellen und Reisenden. Das Gebiet zwischen den Via Margutta und Via Sistina, in dem immer mehr Hotels eröffnet wurden, entwickelte sich als ein Künstler-Fremdenviertel und das Caffè Greco wurde die beliebteste Begegnungsstätte. Zeugnis dafür sind die zahlreichen Gemälde, Zeichnungen, Drucke, kleinen Bilder und verschiedenen Schriften von Dutzenden Künstlern, die wie schon damals auch heute die Wände schmücken. Genau darin liegt die Attraktivität des Café, das im Laufe der Jahre eine der größten privaten und öffentlichen zugänglichen Kunstsammlungen geworden ist. Der heutige Besucher wird auch die Kunstwerke (römische und venezianische Landschaften) des Malers Ippolito Caffi (1837) bewundern. Das Caffè Greco ist zu einer ehrwürdigen Institution, sogar eine Kultstätte geworden und steht seit 1953 unter besonderem Schutz als „bene di interesse storico artistico“ (ist unter Schutz als Objekt von historischem künstlerischem Interesse). Es hat eine große Rolle bei der Entwicklung, auch im internationalen Rahmen, bedeutender künstlerischen Bewegungen der 19. und 20. Jahrhunderte gespielt.

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