Wunderschöne Villen inmitten ausgedehnter Parkanlagen, reich an Geschichte und Faszination: ein erfrischender Spaziergang im Grünen, begleitet vom leuchtenden Weiß des Marmors.
In Rom herrscht eine komplexe Verbindung von Kunst, Architektur und Natur vor, in der die „grüne Stadt“ Seite an Seite mit der “Stadt aus Marmor” einhergeht.
Viele römische Villen werden in der schönen Jahreszeit zu Terrassen, auf denen sich die Römer im Freien tummeln. So wird ein Streifzug durch eine Villa an einem sonnigen Sonntagmorgen zu einer Zeitreise in die Vergangenheit, inmitten historisch bedeutender Reste von Baudenkmälern, mit Familien, die nach römischer Tradition ihren Sonntagspaziergang machen, und Carabinieri, die hoch zu Pferd vorbeireiten…
Da ist der Pincio, etwas oberhalb von Piazza del Popolo, dem Platz wo einst bei Festen und Feierlichkeiten aufwendige Feuerwerke aus Holz und Pappmaché, die berühmte Architekten entworfen hatten, entzündet wurden. Hier beginnt die Villa Borghese, 85 Hektar öffentlicher Parkanlagen, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts im Privatbesitz des Fürstengeschlechts der Borghese waren.
Villa Borghese bietet vieles, das auch den anspruchsvollsten Besucher anspricht: Kunstliebhaber können hier die prachtvollen Kunstsammlungen der Galleria Borghese besichtigen; der Bioparco, der Tiergarten Roms, lädt mit seiner exotischen Tierwelt zu einem Besuch ein.
Im Schatten der Schirmpinien der Villa steht die Casa del Cinema, das Haus des Kinos, wo Vorführungen, Schnitt- und Regiekurse, Treffen stattfinden… wo man aber auch nur eine kleine Kaffeepause im Gastgarten des Cinecaffé einschalten kann.
Interessant ist auch das aus Holz errichtete Globe Theatre, eine Reproduktion des Londoner elisabethanischen Theaters mit der charakteristischen “O”-Form des Originals.
Sie sollten nicht versäumen, einen Spaziergang in der Villa Torlonia zu machen, die nur knapp 2 km hinter Porta Pia liegt.
Das Gelände wurde 1797 von Giovanni Torlonia erworben und zu einem monumentalen Baukomplex erweitert (mit der Restaurierung wurde der Architekt Valadier beauftragt). Doch die Villa ist in die Lokalchronik und in die Geschichte als “ Mussolinis Haus” eingegangen.
In der Villa selbst sind von Interesse die Limonaia (das Gewächshaus für Zitronenbäume) und die Jugendstilarchitektur der Casina delle Civette.
In der Nähe der Casina liegt die Ministadt Technotown. Hier können Kinder künstliche Vulkanausbrüche erleben, an einer Tagesschau teilnehmen, in der das Nachrichtenwesen erläutert wird, und eine virtuelle Zeitreise in das antike Rom machen.
Villa Ada ist die Parkanlage mit dem größten Pflanzen- und Tierbestand Roms: Zypressen, Pinien, Zwergpalmen, aber auch eine Rollschuhbahn und ein Fitness-Parcours tragen dazu bei, dass die Villa bei den Römern sehr beliebt ist.
Wenn Sie wieder Richtung Stadtmitte gehen, suchen Sie die Parkanlage von Villa Celimontana auf, eine Renaissancestruktur innerhalb des Parco del Celio. Villa Celimontana, zwischen Kolosseum und den Caracalla-Thermen gelegen, ist bei allen Jazzliebhabern bekannt, da hier jedes Jahr bedeutende internationale Musikevents organisiert werden.
In der Villa, in der einige der wertvollsten Landkarten Italiens aufbewahrt werden, hat die Italienische Gesellschaft für Geographie – Società Geografica Italiana – ihren Sitz.
Villa Pamphili ist eine unglaublich große Parkanlage in einiger Entfernung von der Stadtmitte: mit ihrer Gesamtfläche von rund neun Kilometern dehnt sie sich über mehrere Stadtviertel aus.
In der Villa hat man einen schönen Ausblick von einer der Panoramaterrassen auf das Casino del Bel Respiro, auch Villa Algardi genannt.
Im Frühling oder Sommer können Sie den grünen Gürtel der Stadt mit dem Fahrrad entdecken: Sie können diese unterhaltsame Tour alleine oder zusammen mit einem der Vereine unternehmen, die Radtouren und Rundfahrten organisieren.

