Schon seit der Antike gibt es Beispiele für „kalte Getränke“, aber die Grattachecca ist ein ganz und gar römisches Kapitel dieser Geschichte. Entdecken wir sie gemeinsam. Zunächst der Name: Grattachecca geht auf die Methode zur Erzeugung des „Eisschnees“ zurück. Mit einem speziellen Werkzeug wird das Eis von einem Block abgeschabt, der im römischen Dialekt „checca“ gennant wird.  Zu dem feinen, vom Block gekratzten Eisschnee werden Fruchtsäfte und/oder Sirups hinzugefügt und manchmal auch frische Fruchtstücke oder Trockenfrüchte. Eine römische Version des „Streetfood“, das seinen Ursprung Ende des 19. Jahrhunderts hat und dessen Tradition gewahrt werden konnte.  Man bedenke nur, dass Grattachecca noch heute in Handarbeit zubereitet und im Sommer an den historischen Kiosken verkauft wird. Grattachecca und Granita sind zwei verschiedene Produkte, die man nicht verwechseln sollte. In der Grattachecca werden die Sirups und Säfte erst nach der Eiszubereitung hinzugefügt und der Geschmack kommt durch den Kontrast zur Geltung, mit dem Sirup und Eisschnee direkt am Gaumen vereint werden. In der Granita werden Wasser, Säfte und Zucker hingegen gemischt, dann gefroren und zuletzt zerkleinert; jedes einzelne Eiskristall enthält daher den gesamten Geschmack der Granita. Wir können die Grattachecca zu Hause nach einem einfachen Rezept zubereiten, das jedoch bestimmte Schritte erfordert, damit der Origialgeschmack bewahrt bleibt.

Das Rezept: Grattachecca mit Saisonobst
Zutaten:
•    Eis
•    Fruchtsirup oder -saft
•    Zucker
•    Obst

Zubereitung Vor Beginn der Zubereitung empfehlen wir, das Eis aus dem Gefrierschrank zu nehmen und kurze Zeit ruhen zu lassen, um es leicht zu erwärmen. Dann wird das Eis grob zerkleinert. Zu diesem Zweck beutzt man ein spezielles Werkzeug oder den Mixer. Das fein gehackte Eis in große Gläser verteilen und nach Belieben einen Sirup oder frischen Fruchtsaft dazugeben: frische Zitrone, Sauerkirsche, Tamarinde, Kokosuss, etc., ganz nach Wunsch. Nach Belieben frisches Saisonobst oder Trockenfrüchte hinzufügen. Wichtig: Grattachecca muss schnell gegessen werden, da der Eisschnee sonst schmilzt und nicht mehr so gut schmeckt.

Die historischen Kioske der römischen „Grattachecca“ (Eisschnee)
•    FONTE D’ORO, Piazza G. Belli, Rom
•    CHIOSCO TESTACCIO, Via G. Branca, Rom
•    SORA MIRELLA, Lungotevere degli Anguillara (Ecke Ponte Cestio), Rom
•    ARA PACIS, Lungotevere in Augusta (Ecke Ponte Cavour), Rom
•    SORA MARIA, Via Trionfale (Ecke Via Telesio), Rom
•    BUENOS AIRES, Piazza Buenos Aires, Rom
•    SMAX, Viale Giulio Cesare 140 (angolo Leone IV), Rom
•    PONTE MOLLO, Largo Maresciallo Diaz (Piazza Ponte Milvio), Rom
•    TAZZA D’ORO, Via degli Orfani 84, Roma
•    FISCHIO, Piazzale degli Eroi, Roma